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Der diesjährige Zombie Walk findet dieses Jahr nicht in Kempten sondern Kaufbeuren statt und wird zusammen mit dem Jugendzentrum Kaufbeuren veranstaltet, die Route ist auch schon öffentlich:

JuZe > Ludwigstraße > Afraberg > Fünfknopfturm > Blasius-Kirche > Zollhäuschen > Fußgängerzone > Kaiser-Max-Straße > Ringweg > JuZe

( Karte Strecke ) ( JuZe/Startpunkt auf Google Maps )

Startzeit: 31.10 2012 um 17.45 Uhr

Organisation läuft wie immer über die Stasinetzwerke 😉

http://www.facebook.com/Zombiewalk.Allgaeu

Um das jahrelang schwelende Feuer in der Diskussion um das Künstlerhaus ist dieses Jahr ja einiges an Zunder zugegeben worden. Aktuell kippt Christian Henze einen Eimer Brandbeschleuniger darauf, in Form eines Konzeptes, das er dem Wackeldackel Stadtrat vorgelegt hat. Im übrigen ist Herr Henze nicht der einzige mit Ideen für das Gebäude, allerdings muss er nun stellvertretend kurz eine Backe hinhalten ;-).

So soll das Gebäude an sich nicht abgerissen werden, sondern Renoviert werden, was sich ja im ersten Moment gar nicht so schlecht anhört, immerhin ist man in Kempten ja gerne recht schnell mit dem Abriss und Neubau – inkl. sehr fragwürdigen Design – wie sich's halt gehört für eine der ältesten Städte Deutschlands.

In den oberen Stockwerken sollen Wohnungen oder Büroräume entstehen, angesichts ~1500 neuer Studenten jedes Jahr und explodierender Mietpreise, braucht man letzteres äußerst dringend. Ein „Glaspavillon“ soll das Gebäude mit dem Parktheater verbinden, was einem beiläufig den Geschmack von stillen Teilhabern bzw. Mauscheleien verpasst, war das PT diesbezüglich mit eigenen Konzepten schon gescheitert.

Der untere Bereich soll mit einem „mediterranen Konzept für Jung und Alt“ glänzen, wo man ganztägig „preiswert Essen kann“. Ein Restaurant soll entstehen, mit einer kleinen Bar.

Dann frage ich mich mal eben was wohl mit den Schachspielern passiert, die den ganzen Nachmittag die Tische belagern und kaum Umsatz machen. Passen diese ins Konzept oder sollen sie sich zu ihresgleichen ins Altersheim scheren? Wobei man anmerken muss, das auch ein paar nicht Rentner dabei sind.
Was ist mit den Studenten, die sich zu konspirativen Sitzungen treffen und mangels Reichtum ganz froh sind, wenn Getränke und Speisen leicht unter dem örtlichen Durchschnitt liegen und das ganze in einer gemütlichen Atmosphäre.
Oder mit Leuten wie mir, die nach einem langen Arbeitstag mal ein Bier/KiBa/… zu sich nehmen wollen, ohne immer zu denken: Hier will ich nicht sein! Mir persönlich geht in den meisten Kemptener Kneipen so, das Künstler ist eine der wenigen Ausnahmen, sind die meisten alternativen viel zu ungemütlich und steril, typische Hippster Krankheitsherde eben.

Kempten braucht Orte wie das Künstler, was wir hier nicht brauchen, ist ein weiteres Restaurant – an genau diesem Standort – oder noch mehr überflüssige Schickeria, Pizza und Pastaschleudern haben wir alle mal schon genug und wenn es nur so geschmacksneutrale und überbewertete Läden (persönliche Meinung) wie das La Strada sind.

Das am Gebäude des Künstlerhauses etwas gemacht werden muss steht außer Frage, allerdings ist es fraglich warum die Stadt das nicht selbst machen kann? Sollen sie das Gebäude doch der KKU übergeben, oder zumindest die Renovierung vornehmen lassen. Ob wegen der Renovierung noch ein paar Schulden mehr dazu kommen, fällt angesichts der schon bestehenden KKU Schulden, aktuell etwa um die 100 Millionen Euro, vermutlich aber deutlich mehr, nicht mehr ins Gewicht.

Im G'sichtsbuch konnte man folgendes Lesen:
> Das Künstler Café ist aber für Familien mit Kindern nicht geeignet!!!!

Mein Eindruck zeigt hier etwas anderes, immerhin wird – gerade im Sommer – der Freiluftbereich gerne von Kindern mit ihrem Elterlichen Anhang belagert, ob nun etwas geeignet ist oder nicht, liegt ganz im Auge des Betrachters. Für Sagrotankinder kann dies durchaus Zutreffen, aber die benötigen mit spätestens 20 Jahren eh eine geschlossene Atmosphäre zum Überleben, mangels Immunsystem. Dass der diesjährige Sommer nicht repräsentativ für die Jahre zuvor ist, hat man der Müller Baustelle zu verdanken.

Letztendlich stellt sich noch die Frage, ob es eine gute Idee ist öffentliches Eigentum laufend an Investoren zu verkaufen, das ist schon in vielen Städten nach hinten Losgegangen und stellte sich oft als "etwas" Kurzsichtig heraus.

Das Allgäuer Käseblatt hat zu dem Thema auch eine kleine Umfrage gestartet, klick mich.

Update:
Inzwischen gibt es auch eine Stellungnahme des OBs. Wie immer sollte man das ganze mit Vorsicht genießen, heute gesagt weiß das morgen oft niemand mehr. Letztendlich darf ein gesunder Menschverstand nicht einschlafen, das wurde schon all zu oft ausgenutzt.

Links und Quellen:

„Zufällig“ bin ich an Infos zum (ehemaligen?) Kemptener Zombie Walk rangekommen, war allerdings eine ganze Weile am überlegen ob ich mich dazu äußern soll, ist mal wieder ein spießbürgerliches Aufregerthema aus Kempten.

So gab es wohl Pläne dieses Jahr wieder einen Walk durchzuführen, durch den wohl starken Druck von öffentlicher Seite aus, der letztes Jahr auch einen kurzen Polizeieinsatz im Nightshade mit sich brachte (hab ich persönlich nicht mitbekommen), wurde beschlossen ihn dieses Jahr ausfallen zu lassen.

Ich erachte dies als äußert schade, allerdings verwundert es mich nicht, leider sind wird doch im alten erzkonservativen Süden.

Hoffen wir auf 2012, evtl. auch in einer anderen Stadt – die keine Probleme mit einer kurzen und friedlichen Aktion hat, die jungen und auch jung gebliebenen Spaß macht – aber für 2011 gilt:

R.I.P. Zombie Walk 2011 Kempten

Leider verstehe ich auch nicht warum es kein offizielles Statement auf Facebook bzw. Myspace gibt, vom Live In als lokales „Szenemagazin“ kann man manchmal nicht so viel erwarten.

Ich kenne allerdings auch eine Aussage von öffentlicher Seite, wonach das ja alles halb so wild ist, vermutlich gibt es auch nur ein Missverständnis – braucht Kempten einen Schlichter zwischen Jugend und öffentlicher Hand? Diese beiden Welten scheinen bei uns gerne schon sehr weit voneinander entfernt zu sein.

Wirtschaft! Einmal Geißler bitte.

finaly … nach langem geblubber, etwas hirnschmalz und wenig arbeit, geht die seite endlich online.

hauptgedanke hinter der page war einfach meine unzufriedenheit bilder nirgendwo veröffentlichen zu können, ohne damit gleich sämtlich rechte abzugeben. ausserdem bieten viele netzwerke nur eine lausige auflösung (grösse) der bilder.

zwar ist es blöd wenn man fotos, wie z.b. vom zombiewalk, ausserhalb der offiziellen fanseiten gehostet werden, aber irgendeinen tot muß man sterben. hoffe das nimmt mir niemand krum, bei bedarf kann man ja über alles reden 😉

image079genannter zombiewalk ist auch der grund warum die seite in einem garnicht so fertigen zustand online geht. momentan noch kaum inhalte vorhanden, von der nicht vorhanden rechtschreibung ganz zu schweigen … aber was nicht ist, kann ja noch werden. zumindest kann man die fotos von 2010 jetzt endlich mal ansehen und das archiv von 2009 hab ich, in leicht modifizerter art, ebenfalls online gestellt. das sollten die meisten aber schon von der myspace-seite kennen.